Worauf Du achten solltest, wenn Dein Liebling Haut- und Fellprobleme hat (1/2)

Für Hunde ist das Kratzen und Lecken des Fells ein essentieller Teil der Fellpflege, sowie für uns das tägliche Zähneputzen. Doch was solltest Du tun, wenn Dein Liebling nicht aufhört sich zu kratzen?

Das Verhalten Deines Hundes kann verschiedene Ursachen haben von Angst- und Panikzuständen, bis hin zu Langeweile oder auch körperliche Symptome.
Sollte sich Dein Hund, weshalb auch immer, verhältnismässig viel kratzen oder lecken, solltest Du der Ursache auf den Grund gehen, um Deinem Hund zu helfen.

Was verursacht Juckreiz bei Hunden? 

Die häufigste Ursachen für Juckreiz bei Hunden reichen von Parasitenbefall zum Beispiel mit Flöhen oder Zecken, über Allergien, Hautproblemen bis hin zu Stress oder einer Hormon-Umstellung.

Flöhe und Zecken sind weit verbreitete Plagen, die bis zu einem Jahr überleben können und sich schnell vermehren. Wie alle Parasiten brauchen auch Flöhe und Zecken einen sogenannten Wirt, von dem und auf dem sie leben. Ob Dein Hund mit Flöhen befallen ist, lässt sich relativ schnell feststellen. Überprüfe dafür das Fell und die Haut Deines Lieblings auf schwarze oder weisse Flecken, die von den Kotrückständen der Flöhe stammen oder die Eierlarven darstellen. Der Bauch, die Schwanzregion oder der Hals sind besonders beliebte Stellen für Parasiten, die du genau untersuchen solltest. Kahle oder rot gekratzte Stellen sind ebenfalls Hinweise auf einen Parasitenbefall. Bandwürmer, die im Stuhl Deines Hundes sichtbar sind, deuten ebenfalls auf einen Befall mit Flöhen hin. Diese können sich schnell entwickeln, wenn Dein Hund mit einem infizierten Floh zum Beispiel bei der Fellpflege in Kontakt kommt. 
Die Symptome eines Zeckenbefalls ähneln äusserlich denen eines Flohbefalls. Zecken besiedeln insbesondere in den Sommermonaten häufig das Fell des Hundes. Da sich Zecken typischerweise im Gras aufhalten, kommt es oft zum Befall nach einem Spaziergang oder längeren Wiesenaufenthalten, nach denen Du unbedingt das Fell und die Haut Deines Hundes auf Zecken durchsuchen solltest. Wie beim Menschen kann auch beim Hund ein Zeckenbiss ernsthafte Krankheiten übertragen wie zum Beispiel Borreliose. Deshalb ist es wichtig die Zecke zügig mit einer Zeckenzange zu entfernen - idealerweise bevor sie sich voll Blut gesaugt hat. Setze dafür die Zange möglichst hautnah an, um sicherzustellen, dass Du die ganze Zecke entfernst. 

Umweltallergien als mögliche Ursache von Haut- und Fellproblemen: Viele Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte stoffliche Umwelteinflüsse zum Beispiel aus Reinigungsmitteln, Spielzeugen, Hausstaubmilben bis hin zu Schimmelsporen oder Pollen. 

Die Suche nach der Ursache der Allergie im Alleingang gestaltet sich allerdings oftmals als schwierig. Hier lohnt sich ein Besuch beim Tierarzt, der Deine Fellnase auf die gängigsten Umweltallergene testen kann. Ist die Ursache erst einmal gefunden, sollte diese beseitigt werden zum Beispiel durch die Wahl eines anderen Putzmittels. Andere Ursachen wie zum Beispiel Pollen sind hingegen saisonal und lassen sich nur wenig kontrollieren und eliminieren. Hier hilft oftmals nur eine medikamentöse Behandlung.

Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien sind weit verbreitet unter Hunden, die sich oftmals als erstes über die Haut oder das Fell zeigen. Leider stecken in vielen konventionellen Futtermittel Zutaten, die unsere Lieblinge keineswegs vital und gesund halten, sondern im Gegenteil krank machen. Neben Fell- oder Hautproblemen sind Durchfälle, Blähungen bis hin zum Erbrechen deutliche Anzeichen für eine Futtermittelunverträglichkeit oder -allergie. Chronische Ohren- und Pfoteninfektionen liefern ebenfalls eine Hinweis auf diese Ursache. 

Ist die natürliche Schutzschicht der Haut des Hundes durch Feuchtigkeit und Trockenheit und das regelmässige Kratzen und Kanbbern erst einmal angegriffen, ist eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen auf der Haut des Hundes keine Seltenheit. Die angegriffene Haut des Hundes bietet dabei einen idealen Nährboden für die unterschiedlichsten Hautkrankheiten und Entzündungen, an der viele Hunde kratzen und lecken. Diese führt zu zusätzlichen Rissen in der Haut, in der sich Bakterien und Pilze schnell ausbreiten können.Eine Bakterieninfektion oder ein Hautpilz kann für den Hund sehr unangenehm sein und eine Übertragung auch auf den Halter erfolgen (Zoonose). Deshalb ist Vorsicht bei der Behandlung geboten. Die Übertragung von Hautpilzen erfolgt meisten über Pilzpartikel, sogenannten Sporen auf abgestorbenen Hautschuppen oder Haarteilen. Setzen sich die Sporen auf der Haut fest, kann daraus eine Pilzerkrankung entstehen. Insbesondere kahle oder bereits verhornte Stellen werden häufig von Bakterien und Pilzen besiedelt, die durch kreisrunde kahle Rötungen teilweise mit Schorfbefall erkennbar sind.

Stress, Langeweile oder Angstzustände können ebenfalls eine Ursache für das übermässige Lecken und Kratzen des Fells sein. Ähnlich wie beim Menschen, der Fingernägel kaut, kann diese Verhaltensweise ein Stressventil für den Hund darstellen.  

Hormonelle Störungen: Eine Hypothyreose oder besser bekannt als Schilddrüsenunterfunktion führt bei Hunden oftmals zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels, die sich auch in Haut- und Fellproblemen äussern kann. Zu den deutlich erkennbaren Symptomen zählen eine sensible Haut sowie Juckreiz und Trockenheit.
Ein Fellverlust sowie ein lichtes stumpfes Haar können ebenfalls ein Anzeichen für eine hormonelle Imbalance sein, genau wie eine Gewichtszunahme, dunkle Flecken auf der Haut oder eine plötzliche Verhaltensänderung wie zum Beispiel Lethargie.

 

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